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ZUKUNFT DER SPORTPSYCHOLOGIE

zwischen Verstehen und Evidenz

 

52. Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft für Sportpsychologie 21. bis 23. Mai 2020

Aktuelles

Überarbeitung der eingereichten Beiträge bis 31.03.2020 unter https://asp2020.at/my-asp-2020!

 

Werte Kolleginnen und Kollegen,

wir dürfen Sie heute über den aktuellen Stand zur asp Tagung 2020 informieren:

Der Begutachtungsprozess für die eingereichten Beiträge ist abgeschlossen. Aktuell läuft die Überarbeitungsphase bis 31.03.2020. Viele haben ihre Überarbeitungen schon geschickt. Wir hoffen natürlich sehr, dass die noch offenen Überarbeitungen bis 31.03. im System hochgeladen werden (siehe entsprechendes E-Mail vom 21.03.2020). Herzlichen Dank an dieser Stelle für die überwältigende Zahl an Beiträgen und deren Qualität!

Alle angenommenen Beiträge werden in einem Abstractband gebündelt und baldmöglichst veröffentlicht.

Die Planung für ein virtuelles Tagungsformat ist in vollem Gange. In Absprache von asp Präsidium und lokalem Veranstaltungsteam werden nun folgende Schritte realisiert:

  • Alle bereits bezahlten Tagungsbeiträge werden von uns storniert und an Sie zurücküberwiesen. Frau Binder (beate.binder(at)sbg.ac.at) wird diesbezüglich mit Ihnen Kontakt aufnehmen, wenn nötig.
  • Sie müssen an Ihrem asp Account oder Ihrer bestehenden Registrierung selbst nichts ändern. Bitte zahlen Sie aktuell keine Gebühren ein.
  • Mit 15.04.2020 informieren wir Sie, ob und in welcher virtuellen Form die asp Tagung 2020 stattfinden wird.
  • Ab 15.04.2020 öffnen wir dann entsprechend ein neues Registrierungsverfahren für die virtuelle Tagung. Auf https://asp2020.at/my-asp-2020 finden Sie neben den neuen, entsprechend verringerten Tagungsgebühren auch die Möglichkeit, sich neu zu registrieren. Sie können die Registrierung mit Ihrem bereits bestehenden Account durchführen. ACHTUNG: bereits bestehende Registrierungen sind nicht mehr gültig.

 

Wir verbleiben mit den besten Grüßen

Günter Amesberger, Sabine Würth und Thomas Finkenzeller (für die lokalen Ausrichter in Salzburg)

Bernd Strauß (für das asp Präsidium)

Keynotes

Was hat der biopsychosoziale Paradigmenwechsel in der medizinischen Forschung mit der Sportpsychologie zu tun?

Die Ergebnisse der medizinischen Grundlagenforschung der letzten Jahrzehnte verweisen auf einen hohen Grad der Vernetzung zwischen Nerven-, Hormon- und Immunsystem. Die Untersuchung dieser Funktionsnetzwerke in Abhängigkeit von der psychosozialen Umwelt des Menschen stellt eines der Kernthemen der Psychoneuroimmunologie (PNI) dar. Um komplexe, biopsychosoziale Forschungsfragen jedoch ökologisch valide untersuchen zu können, benötigt es eine kritische Auseinandersetzung mit dem mechanistisch-reduktionistischen Goldstandard der medizinischen Forschung, dem randomized controlled trial (RCT)-Design. Es wird mit der „integrativen Einzelfallstudie“ ein biopsychosozialer Forschungszugang vorgestellt, der es erlaubt, komplexe Funktionszusammenhänge beim Menschen in seiner gelebten Alltagswelt („life as it is lived“) zu analysieren. Mögliche Anwendungsbereiche für die sportpsychologische Forschung werden diskutiert.

 

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Reflexive Sportpsychologie – Evidenz verstehen müssen

Reflexive Sportwissenschaft ist die Artikulation der blinden Flecken sportwissenschaftlicher Theoriebildung, d.h. die Artikulation der jeweils schon in Anspruch genommenen Grundannahmen je konkreter empirisch-sportwissenschaftlicher Forschung. Eine solche Artikulation kann als Hermeneutik bzw. Sinn-Verstehen begriffen werden. Der Vortrag will zunächst dieses Programm in seiner Allgemeinheit skizzieren und gegen Alternativen abgrenzen. Es geht darum, die Dimension des Verstehens nicht auf Erklärungen zu reduzieren, aber auch nicht diesseits oder jenseits von Erklärungen, sondern im Erklären zu verorten. Sodann soll an zwei Themen die Relevanz und Brisanz des Programms konkretisiert werden, nämlich an dem aktuellen Thema des Embodiment und an dem scheinbar veralteten Thema des Verhältnisses von Verhaltens-, Handlungs- und Tätigkeitstheorie.

 

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Evidenzbasierte Sportpsychologie oder doch nur praxisbasierte Evidenz?

Wie in anderen Bereichen wird auch in der Sportpsychologie immer wieder intensiv und zum Teil sehr kontrovers über wissenschaftliche Standards und deren Relevanz für die Praxis diskutiert. Wie wirksam und effizient sind sportpsychologische Methoden? Kann man in der Sportpsychologie ein „randomized controlled trials“ Studiendesign umsetzen? Wie steht die Sportpsychologie zur Replikationskrise? Fragen zum Thema Qualitätssicherung, Entwicklung von Leitlinien, methodische Standards stehen im Rahmen dieser Diskussion im Vordergrund. Insbesondere die inhaltliche Aussagekraft sowie die Übertragbarkeit von wissenschaftlichen Befunden auf die sportpsychologische Praxis ist oft eine große Herausforderung (Stichwort: „statistische vs. praktische Signifikanz“). Im Rahmen dieser Keynote sollen diese Fragen aufgegriffen und anhand des interdisziplinären Forschungsfeldes der Neurokognition diskutiert werden. Es soll aufgezeigt werden, wie insbesondere auch dieses Forschungsfeld für die Sportpsychologie in der Praxis an Bedeutung gewinnen kann.

 

 

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Key dates - aktualisiert 25.3.2020

01.12.2019 

Call for papers   

07.01.2020

Einreichung von Beiträgen unter my asp2020

23.01.2020 - 15.05.2020

Anmeldung zur Tagung und für Praxisworkshops

15.02.2020

Ende der Einreichfrist

20.02.2020 - 15.03.2020

Begutachtungsverfahren

20.03.2020

Rückmeldung über Annahme der Beiträge und Überarbeitungsvorschläge

31.03.2020 

Ende der Überarbeitungsfrist für die eingereichten Beiträge

15.04.2020

Information zum neuen virtuellen Format der Tagung inklusive Tagungsgebühren

01.05.2020  

Programm online   

19.05.2020 –  21.05.2020

asp Nachwuchstagung

19.05.2020 – 21.05.2020

asp Post-Doc-Workshop

21.05.2020 – 23.05.2020

asp2020 Zukunft der Sportpsychologie

 

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